Der Rohstoff


Torf ist ein reines Naturprodukt, das unter Luftabschluss durch unvollkommene Zersetzung abgestorbener pflanzlicher Substanz in den Mooren entsteht. Torf wird in den Mooren abgebaut und in Erden- und Substratwerken weiterverarbeitet. Zur Herstellung von hochwertigen Kultursubstraten wird Hochmoortorf verwendet. Seine Werteigenschaften sind besonders einheitlich. Dadurch lassen sich entsprechend den Bedürfnissen der zu kultivierenden Pflanzen gezielt im pH-Wert eingestellte und ebenso gezielt aufgedüngte Kultursubstrate von konstant hoher Qualität herstellen.

Torf ist ein wachsender Rohstoff. Weltweit gibt es rund 400 Millionen Hektar Moore. Über 90 Prozent dieser Moore sind in einem natürlichen Zustand, d.h. sie wurden nicht entwässert (Quelle: Wise Use of Mires and Peatlands, IPS und IMCG, 2002, ISBN 951-97744-8-3). In diesen Gebieten wächst großflächig Torf nach. Die jährliche Zuwachsrate liegt bei 1 - 2 Milliarden Kubikmetern. Die Jahresabbaumenge wird demgegenüber weltweit auf etwa 100 Millionen Kubikmeter beziffert. Durch den Torfabbau nimmt damit das weltweite Torfvorkommen nicht ab. Torf wächst allerdings auf die Fläche betrachtet nur in Millimeterdimensionen pro Jahr nach. Daher kann man zwar von einem nachwachsenden Rohstoff sprechen, muss aber einschränkend erwähnen, dass es sich um ein sehr langsames Nachwachsen handelt.

In Deutschland, insbesondere in Niedersachsen gibt es so gut wie keine natürlichen Moore mehr. Die meisten Moorflächen werden landwirtschaftlich genutzt und wurden zu diesem Zweck entwässert. Auf diesen Flächen muss von einem Torfverzehr ausgegangen werden, da sich Torf ohne den durch das Wasser entstehenden Luftmangel von alleine zersetzt. Dieser Schwund durch natürliche Zersetzung (Mineralisierung) liegt in Niedersachsen etwa doppelt so hoch wie die von der Torfindustrie abgebaute Menge.




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